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13. März 2019

Neue Methoden des Forderungseinzugs

In Bezug auf die eigentliche Hauptforderung ist der Einzug kein Problem, denn diese besteht, und sie kann auch schuldbefreiend an den Gläubiger geleistet werden. Aber bei den Inkassokosten besteht erhebliche Unsicherheit. Denn zum einen sind diese Kosten nicht unerheblich, und zum anderen stellt sich die Frage, ob auf eine offene Forderung gezahlt werden kann, wenn der Schuldner die Zahlung verweigert oder seinen Wohnsitz verlegt. Zahlungen können nur auf rechtskräftig festgestellte Forderungen im Wege der Zwangsvollstreckung verlangt werden. Dies müsste man aber in Bezug auf die beim Inkasso entstehenden Kosten verneinen, weil durch viele Urteile die Erstattungspflicht des Schuldners hinsichtlich sämtlicher Verzugskosten festgestellt wurde.
Es ist bekannt, dass sowohl die Kosten eines Anwalts als auch die Kosten eines Inkassounternehmens als auch sämtliche weiteren Zinsen und Verzugskosten vom Schuldner ersetzt werden müssen. Wenn der Schuldner ein Schreiben vom Anwalt oder sogar von einem billigen Inkassounternehmen erhält, dann wird er reagieren, und er wird umgehend die offene Zahlung leisten.
Wenn aber das eingesetzte Mittel der Zwangsvollstreckung dazu genutzt wird, eine unbestrittene Forderung durchzusetzen, kann das Androhen der Einschaltung eines Inkassounternehmens als zwingender Weg zum schnellen Einzug der Forderung angesehen werden. Der säumige Kunden hat dann eben auch die Verzugszinsen und die Gerichtskosten zu tragen.

Vermögensauskunft

Die Frage ist, ob die Abgabe der Vermögensauskunft beim zuständigen Gerichtsvollzieher ein geeignetes Mittel ist, um den Kunden zur Zahlung zu bewegen. Es ist aber doch ein Vorteil in der Durchführung eines gerichtlichen Mahnverfahrens und eines Prozesses zu sehen: Der säumige Schuldner wird daraufhin wesentlich mehr Respekt gegenüber dem Gläubiger zeigen.
Es ist allerdings auch Teil eines funktionierenden Forderungsmanagements, wenn ein Unternehmen von seinem Auftraggeber nicht bezahlt wird, obwohl es die Leistung erhalten hat, und dann die Kosten und weiteren Schadensersatz dem Schuldner auferlegt. Der Verzugsschaden, der nachweislich entstanden ist, muss stets erstattet werden. Wenn eine Lastschrift mangels Deckung nicht eingelöst werden kann, wenn sie also platzt, liegt auf den ersten Blick ein Betrug seitens des Schuldners vor. Wenn der Kunde von vornherein zahlungsunfähig oder überschuldet war, hilft auch eine Anzeige wegen Eingehungsbetruges. Das Verhalten eines solchen Schuldners ist nicht vertragstreu und nicht als gesetzestreu zu bezeichnen.
Am besten ist es, vor jeder Bestellung eine Auskunft über die Bonität des Kunden einzuholen, um spätere Probleme zu vermeiden.
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